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zurueck vom Aragaz
Mittwoch:
An diesem Tag hatte ich noch einige Sehenswuerdigkeiten in der Naehe von um Jerewan angeschaut. Den Ort und Tempel Garni und das Kloster Geghard. Man konnte mit dem Linienbus nach Garni fahren. In Garni befindet sich ein griechischer Temple dem Gott Mithras geweiht. Das Kloster Geghard ist ca 9 km von Garni entfernt. Es gehoert seit 2000 zum Weltkulturerbe. Dorthin bin ich mit dem Taxi gefahren. Es ist noch ein tuerkischer Tourist mitgekommen. Im Gespraech mit ihm stellte sich heraus, dass er im gleichen Hotel in Jerewan wohnt wie ich. Abends habe ich ihn dort wiedergetroffen. Ich hatte ihn vorher aber im Hotel, obwohl es wirklich sehr klein ist, noch nicht gesehen. Es gibt ja nur 2 Zimmer. Den Taxifahrer hatte ich in Garni auf seinem Hof aufgestoebert, weil dort das Auto stand. Ich wollte eigentlich nur ne Fahrt, musste aber erst gleich mit essen und Gertraenke geniessen, die ich normalerweise nicht trinke. Der selbstgebrannte Cognac war aber gut. Am Ende hat er mir noch eine Musikkassette geschenkt. Die kann ich mir aber erst zu Hause anhoeren.
Donnerstag:
Obwohl ich in Jerewan die Strasse wusste, hatte es sehr lange gedauert, bis ich wirklich die Busabfahrt nach Byurakan , Ausgangsort zum Berg Aragatz, gefunden hatte. Obwohl Passanten meine Frage danach nicht missverstanden hatten, erhielt ich voellig wiederspruechliche Auskuenfte und bin die ganze Gegend paar mal hin und her gelaufen. Erfreulicherweise sollte der Bus erst um 10 fahren und ich hatte ihn dadurch nicht verpasst. Das Problem ist, dass die Strassen nur mit einheimischer Schrift versehen sind und man Strassen auf Stadtplaenen mit lateinischer oder russischer Schrift nicht identifizieren kann. Jetzt weiss ich nun auch wie Byurakan auf armenisch geschrieben wird. Mir begegnete dort ein franzoesisches Paar mit Rucksaecken, die dasselbe Problem hatten. Wir kauften alle vor der Abfahrt noch etwas Wasser. Busfahren ist auesserst billig. Auch da muss man aufpassen, dass man richtig aussteigt. In Byuakan kam dann noch ein Paerchen aus Wladiwostok und Jerewan hinzu. Der Jerewaner organsierte schliesslich ein Auto, welches uns alle zusammen preisguenstig zum See Kara Lich fuhr. Die Strasse aufgrund ihres Zustands wuerde bei uns kein PKW fahren.
Mehr zur Bergtour dann am Freitag an sich schreibe ich vieleicht spaeter. Ich bin wieder in Jerewan und habe in der Stadt noch etwas zu erledigen.
Nur soviel: ich hatte am See Kara Lich gezeltet, obwohl es dort auch neuerdings neben einer physiklischen Station nun auch noch (teure) Uebernachtungen existieren. Ausgangshoehe 3200 m. Berg Aragatz Suedgipfel 3870 m, Westgipfel 4007m. Der eigentlich hoechsten Punkt , den Nordgipfel (4090 m) wird selten begangen, einmal weil der Anmarsch so weit ist aber vor allem, weil die letzten 60 m technisch schwierig sind und ich mir das als Einzelgaenger nicht wagen wollte.
Ich war dann immerhin auch als einziger auf dem Westgipfel. Um den dritthoechsten Peak, den Ostgipfel, zu besteigen muss man von einem ganz anderen Ort heranfahren. Ich war jedenfalls ganz schoen ausgelaugt und hatte mein reichlich mitgenommenes Wasser bis zum letzten Tropfen verbraucht. Der Berg an sich ist ein erloschener Vulkan. Neben dem Berg an sich ist auch die Lage die Attraktion des Berges. Waehrend der gesamten Besteigung hat man immerzu die Sicht auf den gigantischen 5137 m hohen grossen Ararat und daneben auch kleinen Ararat jenseits voll auf tuerkischem Terretorium.
Freitag:
Ich befinde mich jetzt wieder in Jerewan und wohne am Yerewan-See. Habe heute die sogenannte Blaue Moschee besucht und nachmittags die Nationale Kunstgalerie mit dem Niveau der Eremitage aber ohne die vielen Leute.
Sonnabend:
Bis demnaechst. Ich werde morgen das Land in Richtung Georgien verlassen, obwohl es noch sehr viel zu sehen gaebe..
In der Stadt ist eine sagenhafte Hitze aber demnaechst in Tiblissi wird es wohl kaum besser werden. 
In Jerewan angekommen
Nach einem ausgiebigen Zwischenstopp in Wien, wo es auch schon viel zu sehen gab, bin ich nach einem Nachtflug in Jerewan, der Hauptstadt Armeniens, gut angekommen. Dank meines e-Visums, welches ich mir schon ueber das Internet besorgt hatte, hatte ich keinerlei Probleme bei der Einreise. Ich haette sonst noch an einem zusaetzlichen Schalter anstehen muessen. Ausserdem haben sich anscheinend auch hier die Zeiten geaendert. Nicht mehr verbissene Uniformierte mustern einem streng am Kontrollschalter fuer die Passkontrolle sondern freundliche (junge) Frauen die auch mal ein nettes Wort uebrig haben. Wenn man aus dem Flughafengebaeude herauskommt, erwartete einem natuerlich Ernuechterung. Die haessliche russische Betonarchitektur der Gebaeude praegt schon das Bild nach wie vor. Das eigentlich noch relative preiswerte Hotel, welches ich vorher schon herausgesucht hatte, sieht auf dem ersten Blick von aussen katastrophal aus. Wenn man den Eingang sieht, wuerde kein Mensch ein Hotel dahinter vermuten. Es heisst Theaterhotel. Ist gibt da ein einziges Einbettzimmer, welches ich bekommen habe; alle andere sind Mehrbettraeume. Auf engsten Raum draengen sich Rezeption, die nur aus einem Mann oder Frau mit Computer besteht ohne Schreibtisch, mit WC und Bad und meinem kleinem Unterkunftsraum, die sich akusstisch kaum trennen lassen.
Mein Raum ist maximal eng und besteht lediglich aus einem Bett und einem Waschbecken zum Spuehlen mit Kuechendingen. Stuhl, Schrank , Kleiderhaken vor allem ein Fenster gibt es nicht. Dafuer gibts wenigstens ein Ventilater und ein winziges Loch in der Decke, welches auf Luftaustausch hindeutet. ... macht alles nix. Dafuer sind sehr zuvorkommende Jugendliche, die einem alles erklaeren und Hinweise auch fuer die Stadt geben. Ein Handtuch gehoert auch hier nicht zu den Selbstverstaendlichkeiten. Gegen Aufpreis hat man mir dann eins gegeben.
Das mit den Handtuechern war auch schon voriges Jahr in Bolivien immer das Problemchen. Ich kann die naechsten 2 Tage also quasi fast mein Gepaeck nicht auspacken und konnte auch heute nicht allzulange schlafen. Es ist naemlich schon wieder mindestens so warm wir vor kurzem zu Hause. Ein Fruehstueck kann man irgendwie in der Stadt gestalten, weil es viele kleine Kioske z.B. mit Backwaren gibt. Mit russisch und im Hotel englisch kann man sich in der Hauptstadt ganz gut verstaendigen. Zu schaffen macht einem aber die eigenstaendige armenische Schriftsprache, die auch bei Strassennamen nicht mit lateinischen oder wenigstens russischen Buchstaben ergaenzt wird. Selbst in der Metro kommt man ohne Frage nicht aus, weil hier alles ausschliesslich in Armenisch beschriftet ist. Wenigstens habe ich eine riesige neue und auch kuehle Kirche aufgesucht und ein schoenes klimatisiertes Internetcafe gefunden. Die Stadt macht im Durchschnitt von den Leuten her einen sehr jungen Eindruck, die Leute sind relativ geschackvoll gekleidet und wirken nicht unfreundlich. Morgen werde ich noch bleiben und mich dann jetzt schon mit den naechsten Verkehrsmitteln beschaeftigen.
ein Tag vorm Abflug
Kleine Info:
Die Reise knüpft an einen Kauskasusaufenthalt in den 70er Jahren an. Damals war es uns nur möglich innerhalb einer Jugendtourist-Reise in Shelesnovodsk durch Abtrennung von der Reisegruppe ohne dem Reiseleiter zu informieren den Berg Beshtau ,1400 m, bei Pjatigorsk zu besteigen (besser gesagt durch die Wildnis zu erwandern) Andere Berge konnte man nur während und nach Busfahrten von unten bewundern. Der gesamte Kaukasus gehörte damals zur Sovietunion. Eine individuelle Bergreise war zu jener Zeit nicht möglich. 2004 konnte ich das erste mal nach Wende und politischen Änderungen mit meinem Bergpartner Heinz Göbel frei eine Tour in diesem Gebirge unternehmen. Wir hatten das Glück, den 5600 m hohen Elbrus in eigener Regie zu besteigen und bereisten noch weitere Orte der Kaukasusrepublik Karbardino-Balkarien im russischen Teil an der Grenze nach Georgien: Terskol am Fuß des Elbrus, und Naltschik, sowie hatten einen kurzen Aufenthalt wieder in Pjatigorsk.
Der unverbindliche Plan bei dieser Reise südlich des Hauptkamms im sogenannten Transkaukasien ist es wieder Berge aufzusuchen. So den Berg Aragatz (4090 m) in der eigenständigen Republik Armenien. Der Berg ist sowohl der höchste des Landes und des sogenannten kleinen Kaukasus. Von dort aus kann man hoffentlich bei normalem Wetter den Ararat auf türkisch/anatolischem Gelände erblicken. Diesen Berg verehren die Armenier. Er gehört aber nicht mehr zum Territorium des Landes ist aber auf dem Staatswappen symbolisch abgebildet. Eine Besteigung des Ararat ist von der Türkei aus möglich und wird nur organisierten Gruppen und in Begleitung von Militär erlaubt.
Im Teil 2 begebe ich mich in die georgische Republik, früher auch von den Russen Grusinien genannt. Dort ist es mein Ziel auf dem Gipfel Kazbek,
5047 m so hoch wie möglich aufzusteigen. Ob es mir solo gelingt, den Gipfel zu erreichen, weiß ich noch nicht. Sollte es nicht der Fall sein, ist es auch nicht so schlimm. Der Aufenthalt in den beiden Bergrepubliken abseits der großen Touristenrouten dürfte interessant genug sein.
Die Anreise mit der Austrian Ailines erlaubt mir am ersten Tag einen halben Tag Wien anzuschauen, bevor es Montag Nacht dann schließlich nach Jerewan , die armenische Hauptstadt geht.
Vorbereitung
`habe wieder einen blog eingerichtet, diesmal für eine Bergreise nach Armenien und Georgien. Ob ich da allzuviel schreiben werde, weiß ich nicht, aber ich kann es ja mal versuchen.
So richtig los geht es erst ab 26.07.
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